Odenwald: Melibokus und Nachbarn

Wir wollten uns unsere Heimat mal von der anderen Rheinseite aus anschauen. Und wir müssen sagen, es hat uns so gut gefallen im Odenwald: Wir kommen wieder! Schauen sie selbst...

Wanderkarten

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    Beschreibung


    Unsere heutige Tour, ein kleiner Abstecher nach -Osteuropa- beginnt am Bahnhof in Bensheim-Auerbach, einem Ortsteil von Bensheim. Wir wandern mit der Wilhelmstaße (östlich des Bahnhofs) ein paar Meter nach Norden bis wir auf die Otto-Beck-Straße stoßen. Dieser folgen wir gen Osten, überqueren die B3 (die unverkennbare Hauptstraße - Darmstädter Straße) und wandern anschließend in der Karlsbader Straße weiter. Am Ende der Straße biegen wir links ab in die Schlossstraße und wandern diese einige Meter weiter. An der dritten Straße rechterhand biegen wir ab (Martinsstraße) und gelangen am Ende dieser Straße auf die Burgstraße. Wir stoßen bald auf den Wanderweg -blaues B- mit welchem wir nach einigen Metern Wingert in den Wald eintauchen um anschließend zielstrebig zum Auerbacher Schloss zu gelangen. Die anfangs leichte Steigung nimmt schnell zu. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir das Auerbacher Schloss für dessen Besichtigung wir mind. eine halbe Stunde einplanen sollten.

    Das Auerbacher Schloss liegt auf dem 340 Meter hohen Auerberg mehr als 200 Meter höher als Bensheim. Gut erhalten sind ringsum die Burgmauern der wahrscheinlich 1222 erbauten Burg. Besonders lohnenswert ist die Aussicht vom Nordturm der Burg. Man blickt in die Rheinebene (Bensheim, Zwingenberg), am Horizont ist auch der Donnersberg zu erkennen. Den Turm selbst erreicht man über eine Schildmauer auf welcher eine sonderbare Kiefer steht (viel Ähnlichkeit mit den auf pfälzischen Felsen heimischen Krüppelkiefern). Auch der Südturm soll in der Zwischenzeit wieder geöffnet sein (bei unserem Besuch 2006 war er es jedenfalls nicht). Eine Gaststätte lädt zum Verweilen ein. Auch Souvenirs kann man hier erwerben. Die Burg ist zeitweise recht voll da man den Fuß der Burg auch mit dem Auto erreichen kann.

    Wir gehen nun weiter auf der geteerten Waldstraße zurück zum Waldparkplatz östlich der Burganlage. Noch begleitet uns das -blaue B-: nach ca. 300 Meter halten wir uns zweimal rechts (180° Kehre) und wandern weiter auf einem befestigten Weg bergab in Richtung Hochstädten. Nach weiteren 500 Metern müssen wir uns noch mal links halten (fast 180°). Ab jetzt geht’s schnurstracks ins Tal. Das Örtchen Hochstädten erreichen wir nach ca. 1,5 Stunden Wanderzeit. (Anmerkung: Das war / ist mit Abstand der schlechteste Teil der Wanderung und nun glücklicherweise vorüber!)

    n Hochstädten folgen wir der der Mühlstraße für ca. 500 Meter nach Nordosten. An der Straße -Weiherweg- biegen wir rechts ab. Langsam aber sicher verlassen wir den Ort. Mit gemäßigter Steigung geht es bergauf in ein malerisches Seitental. Saftige Wiesen - eingerahmt zwischen Wäldern - entlohnen für den befestigten Weg. Der Weg endet an einer T-Kreuzung. Hier treffen wir auf die Wandermarkierung gelbes Quadrat der wir linkerhand Richtung Nordosten (Reichenbach) folgen. Nach insgesamt 2,25 Stunden Wanderzeit erreichen das OWK Ehrenmal am Teufelsstein. Um an das Ehrenmal aller in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitglieder des Odenwaldklubs zu gelangen müssen den Hauptweg linkerhand verlassen, stoßen aber nach dem Ehrenmal auf diesen zurück.

    Nun geht es leicht bergab und nach wenigen Minuten erreichen wir das Naturfreundehaus Borstein (auch Karl-Schlösser-Haus genannt!). Hierfür müssen wir den mit dem gelben Quadrat gekennzeichneten Wanderweg rechterhand für wenige Meter verlassen. Besonders schön sitzt man vor dem Naturfreundehaus. Der Blick geht nach Reichenbach, unserem nächsten Etappenziel auf dem Weg zum Felsenmeer. Um nach Reichenbach zu gelangen gehen wir wieder zurück auf den Wanderweg mit dem gelben Quadrat. Es geht bergab vorbei am Borstein. Der Weg ist breit und geschottert, später asphaltiert.

    In Reichenbach stoßen wir auf die Balkhäuser Straße. Wir laufen diese nach rechts weiter bergab bis es nicht mehr weitergeht. Nun sind wir auf der Hauptstraße - der Beedenkirchener Straße - angelangt. Wir folgen der Straße für wenige Meter und biegen bei der ersten Möglichkeit links ab in den Seifenwiesenweg. Das Felsenmeer ist nun schon ausgeschildert. Den Weg weist uns ebenfalls das weiße Kreuz (das uns aber eher an ein -x- oder ein Andreaskreuz erinnert!). Am Ende dieser Straße erreichen wir den Parkplatz -Felsenmeer-. Über viel Betrieb darf man sich hier nicht wundern. Nach ca. 2,75 Stunden haben wir das Felsenmeer erreicht.

    Um das Felsenmeer gibt es viele Sagen - aber diese ist wohl die berühmteste: über zwei Riesen die sich gegenseitig mit Steinen bewarfen weil sie in Streit gerieten. Ein Riese lebte auf der Seite des heutigen Felsenmeers. Der andere Riese auf der gegenüberliegenden Talseite. Bevorteilt war der Riese „von gegenüber“ da er mehr Steine besaß. Der auf dem Felsberg wohnende Riese wurde unter diesen Steinen begraben. So entstand das Felsenmeer - sagt zumindest der Volksmund. Sofern es sie interessiert wie das Felsenmeer tatsächlich entstand, empfehlen wir in einschlägigen Lexika nachzuschlagen (zu weit reichend für diesen Artikel). Wir können Ihnen aber sagen wie es dazu kam, dass viele der Felsblöcke eine geometrische Form aufweisen, denn das Felsenmeer diente schon den Römern als Steinbruch (für Bauten in Trier und Mainz) und die Steine wurden im Felsenmeer selbst teilweise schon bearbeitet. Auch im Mittelalter hat man sich an den Steinen bedient. Glücklicherweise war es sehr mühsam die Steine talwärts zu bewegen so dass heute noch viele Steine liegen: ein atemberaubendes Naturschutzgebiet mit zahlreichen bekannten Sehenswürdigkeiten wie z.B. der Riesensäule, dem Altarstein und dem Sarg (um nur einige zu nennen)!

    (Anmerkung: Am Fuße des Felsenmeers gibt es auch ein Geopark Informationszentrum - Öffnungszeiten: Anfang April bis Ende Oktober: täglich 10:00 bis mindestens 16:30 Uhr - von November bis März für Gruppen nach Voranmeldung)

    Durch das Felsenmeer zu wandern ist eigentlich ein Kinderspiel. Entweder über, zwischen und durch die Felsen oder über einen der zahlreichen Wanderwege. Viele Stege und Brücken gilt es zu überqueren. Dadurch erhält man zusätzlich tolle Ausblicke. Die 200 Höhenmeter Aufstieg gehen schnell vorüber. Wir halten uns an das weiße -x-, stoßen an der Riesensäule auf den weißen Balken und folgen diesem weiter bergauf zum 514 Meter hohen Gipfel des Felsberges. Bis hierher sind wir 3,5 Stunden unterwegs. Der Ohlyturm ist ein 27 Meter hoher Aussichtsturm den man leider nicht begehen kann. Er hat seit seinem Entstehen im Jahre 1901 auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Ein bisschen Aussicht hat man von hier aber dennoch: wir konnten an diesem Tag durch einen Freischnitt im Norden des Felsberges die Skyline des über 40km entfernten Frankfurts erkennen. Wie muss die Sicht also vom Turm sein?

    Vom Felsberg geht es nun zurück in Richtung Rheinebene, nicht aber ohne auf dem Melibokus gewesen zu sein. Die Wandermarkierung ist durchweg die gleiche: wir wandern mit dem weißen Balken gen Westen. Anfangs auf dem Höhenrücken des Felsberges. Nach Verlassen des Waldes geht es auf einem Schotterweg bergab. Die Aussicht auf den Melibokus verlässt uns nur selten. Etwa 30 Minuten nach dem Felsberg überqueren wir die Talsohle und queren die Landstraße von Balkhausen nach Hochstädten. Nun geht es über einen asphaltierten Weg an den Waldrand. Der Aufstieg zum Melibokus beginnt mit einem Waldweg, anfangs flach, dem Gipfel näher kommend wird es immer steiler. Kurz vor dem Gipfel erreichen wir die Forstmeister-Kurz-Hütte. Aussichtsbesessen lassen wir diese links liegen und folgen der Beschilderung Richtung Aussichtsturm und Aussichtsterrasse (Lokal). Wir stellen fest, dass der Turm nicht immer geöffnet ist – aber wir hatten Glück (Turm und Gaststätte sind samstags, sonntags und an Feiertagen ab 11 Uhr geöffnet). Die Sicht von der Aussichtsterrasse auf die Rheinebene ist gut, aber die 50 Cent Eintritt au den Turm bezahlt man gerne wenn man die grandiose Aussicht erleben will. Wir sehen die ganze Rheinebene bis zu den Gipfeln der Haardt im Südwesten und dem Hunsrück und Taunus im Norden. Aber auch das zuvor besuchte Auerbacher Schloss sowie das zu den Füßen liegende Alsbacher Schloss sind gut zu erkennen. Der Blick gen Osten ist nicht ganz so atemberaubend aber dennoch lohnt er sich. Lediglich der benachbarte Turm mit seinen zahlreichen Antennen stört die Idylle. Der Aussichtsturm setzt den 517 Höhenmetern des Melibokus noch einmal 22 Meter Beton- und Stahl obendrauf. Der Turm wurde nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. Zuvor stand hier ein Holzturm der durch die Wehrmacht zerstört wurde. Bis zum Gipfel selbst sind wir insgesamt 4,5 Stunden unterwegs.

    Nun geht es nur noch bergab, anfangs sogar richtig steil. Oft mit Serpentinen durchsetzt leitet uns ein Pfad ins Tal in Richtung Zwingenberg. Wir folgen stets dem weißen Balken als Markierung. Nachdem wir aus dem Wald stoßen erreichen wir die Luciberg- Hütte auf dem Luciberg (ein kleiner dem Melibokus vorgelagerter Hügel). Eine schöne Aussicht hat man vor hier allemal. Wir gehen aber bald weiter bergab. Der weiße Balken begleitet uns weiter bis zur Darmstädter Straße (B3). Wir halten uns rechts und folgen dieser Bundesstraße bis wir linkerhand die Bahnhofstraße erreichen. Zum Bahnhof sind es nur noch wenige Schritte! Die Tour dauert insgesamt 5,25 Stunden.

    Höhenprofil

    Tourskizze

    Bahnhof Bensheim- Auerbach  Bensheim- Auerbach  Auerbacher Schloss  Hochstädten  OWK Ehrenmal  Naturfreundehaus Borstein  Reichenbach  Felsenmeer (Reichenbacher Felsenmeer)  Felsberg  Ohlyturm  Forstmeister-Kurz-Hütte  Melibokus  Zwingenberg  Luciberg Bahnhof Zwingenberg

    Fehler/Ergänzung