Auf und Nieder bei Saverne

Kleiner Ausflug in die Vogesen gefällig?

Wanderkarten

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    Beschreibung


    Untypisch für uns - aber diesmal in Folge der wenig zur Verfügung stehenden Zeit und der eher mäßigen Verkehrsanbindung in diesen Teil Frankreichs - fahren wir einen Parkplatz im Wald an und beginnen dort unsere Wanderung. Ein wenig ärgerlich dass der Parkplatz auf einem Berg liegt und somit der letzte Teil der Wanderung ein anstrengender Aufstieg ist - aber wir nehmen es sportlich. Unsere Wanderung beginnt: wir gehen vom Parkplatz der Burgruine Haut-Barr (Château du Haut-Barr) wenige Meter gen Norden und können die selbige Burg besichtigen. Sie liegt etwa 470 Meter über dem Meeresspiegel und rund 250 Meter höher als das darunter befindliche Hügelland. Besonders erwähnenswert ist die lang gestreckte Form der Burg. Typisch für die nördlichen Vogesen und den Pfälzerwald ist das Verschmelzen von Burg und Fels (d.h. die Burg ist an mehreren Stellen in den Stein geschlagen). Man kann zwei verschiedene Burgteile besteigen wobei man dabei etwas schwindelfrei sein muss. Um ans südliche Ende der Burg zu gelangen muss man eine ca. 20 Meter hohe und 10 Meter lange Holzbrücke (Teufelsbrücke) queren. Diese macht aber einen sicheren Eindruck. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Im dreißigjährigen Krieg musste sie ihr stattliches Dasein gegen das triste Leben einer Ruine tauschen. Die Aussicht ist besonders schön auf Saverne und das umliegende fruchtbare Hügelland. Sie reicht im Osten bis zum Straßburger Münster - wir hatten so viel Glück nicht. Im Süden kann gut auf die Burgruinen Grand Geroldseck und Petit Geroldseck schauen. Unsere nächsten Ziele sind zum Greifen nah. Auf dem Burggelände kann man übrigens auch gut pausieren und sich stärken. Man sollte aber vorher auf das französische Preisniveau achten. Lohnenswert ist auch ein Blick in und auf die Burgkapelle St. Nikolaus (die sich ebenfalls auf dem Burggelände befindet).

    Uns hält nun nichts mehr und wir wandern zurück über den Parkplatz ein Stück der Straße entlang bis wir auf die Wandermarkierung „roter Balken“ stoßen. Mit dieser Markierung tauchen wir in Höhe des Telegraphenturms in den Wald ein. Der Weg ist gut begehbar und führt direkt auf den Gipfel der Burgruine Grand Geroldseck. Die Burgruine wurde im 13. Jahrhundert errichtet, hatte aber keine besondere Relevanz. Im 15. Jahrhundert war sie schon im Besitz von Raubrittern. Von der Burg sind noch Teile des Bergfriedes, der Ringmauer und des Kellers vorhanden. Die Burg befindet sich auf 473 Höhenmeter, bietet aber kaum Aussicht.

    Wir gehen weiter zur 486 Meter hoch gelegenen Burgruine Petit Geroldseck. Ein paar Höhenmeter geht es dazu bergab, anschließend wieder bergauf. Bis hierher ist man nicht länger als 30 Minuten unterwegs. Die Burg selbst ist ein bisschen kompakter gebaut und wirkt etwas besser erhalten. Sie hat in etwa den gleichen Lebenslauf wie Ihr „großer Bruder“, ist allerdings einige Jahre jünger. Wir gehen wieder weiter mit dem roten Balken bergab zum Hexentisch (425m), einer markanten Wegkreuzung und Wanderparkplatz. Weiter gen Süden - auf dem Weitwanderweg Odenwald – Vogesen - erklimmen wir den Gipfel des 542 Meter hohen Brotschberges. Unser Wegbegleiter ist weiterhin der rote Balken. Den Gipfel zu erklimmen macht uns richtig Spaß. Der Weg ist weitestgehend schattig und gut begehbar. Der Aussichtsturm liegt auf einem Gipfelplateau mit einladender Wiese und einer netten Schutzhütte. Er ist 16 Meter hoch. 90 Treppen müssen überwunden werden um die Aussicht von dem 1897 vom Vogesenclub errichteten Aussichtsturm zu genießen. Wir blicken in nördlicher Richtung zurück auf die drei zuvor begangenen Burgruinen. Ebenso nett ist die Aussicht ins östlich gelegene Hügelland. Von hier kann man auch das Felsplateau von Dabo in südwestlicher Richtung erkennen. Nach Westen und Nordwesten erkennt man das lothringische Hochplateau. Auch können wir den weiteren Verlauf der Tour von hier gut einsehen. Bis zum Brotschbergturm sind wir nun gut 1 Stunde unterwegs.

    Wir gehen weiter in südlicher Richtung bergab mit dem roten Balken zum Rocher du Brotsch. Die Aussicht ist lohnenswert, besonders auf den folgenden Hirschberg. Allerdings sollte man sich hier nicht zu weit an den Abgrund wagen - es geht steil bergab. Wir bevorzugen lieber die Pfadvariante zur tiefer gelegenen Grotte du Brotsch, einer Quasihöhle (unserer Meinung nach müsste eine Höhle noch etwas weiter in den Fels / Berg ragen). Dieser Platz ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Wir gehen weiter bergab zum Forsthaus Schaeferplatz mit Wanderparkplatz (385m). Wir wandern nun in südwestlicher Richtung auf den Gipfel des Hirschberges. Unser Wanderweg ist anfangs nicht ganz so schön, die Umgebung wird aber zusehends wirtlicher.

    Unsere Wandermarkierung ist nun der rot-weiß-rote Balken (Kanadaflagge). Ein kurzer Abstecher führt uns zum Eulenfels (Rocher du Hibou) - einem freistehenden Felsturm ohne Aussicht. Nach insgesamt 2,0 Stunden haben wir den 556 Meter hohen Gipfel des Hirschberges erreicht. Von einem Gipfelplateau kann man nicht reden. Einige Felsen kennzeichnen den höchsten Punkt. Aber die Aussicht ist sagenhaft. Wir erkennen wieder einmal Dabo sowie den gesamten Rückweg unserer Tour über den Schloss- und den Wüstenberg. Im Süden erkennen wir auch den Spillberg mit seinem beeindruckenden Geissfelsen. Wir gehen mit der „Kanadaflagge“ bergab durch Nadel- und Birkenwälder bis wir wieder auf den Wanderweg mit dem „roten Balken“ stoßen.

    Wir wandern in südwestlicher Richtung parallel zu einer kleinen Straße bis wir das Forsthaus Haberacker (476m) erreichen. Wir befinden uns immer noch im Tal aber linkerhand führt ein mäßig steiler Wanderpfad bergauf auf den Spillberg. Unser Wegbegleiter ist nun der blaue Balken. Nach 10 Minuten Aufstieg erreichen wir eine Lichtung. Hier kann man - so wie wir - einen Abstecher linkerhand zur Spill unternehmen, einem 9 Meter hohen, freistehenden Felsturm aus Buntsandstein (der heimatliche Gefühle an das Dahner Felsenland erweckt). Wir gehen wieder zurück zur Lichtung und von dort weiter bergauf zum 612 Meter hoch gelegenen Geissfels. Die Aussicht ist fantastisch. Dabo und das Schneebergmassiv sind zum Greifen nah. Der Felsen ist der Sonne zugewandt und von dieser angenehm erwärmt. (Anmerkung: unterhalb des Felsens befindet sich eine Höhle. Diese haben wir bedauerlicherweise nicht angewandert - aber unseren Recherchen zur Folge ist auch diese Höhle sehr lohnenswert. Man erreicht sie mit der Markierung -roter Ring-.) Bis zum Geissfels sind wir insgesamt 3 Stunden seit Beginn der Wanderung unterwegs.

    Wir gehen nun mit dem blauen Balken zurück zum Forsthaus Haberacker. Mit der gleichen Markierung geht es auf der gegenüberliegenden Talseite steil bergauf zur Burgruine Ochsenstein. Diese teilt sich in zwei Burgteile: der untere Burgteil ist der größere und einige Teile der Burgbefestigung sind noch gut erhalten. Der obere Teil der Burg besteht aus einem Felsgipfel den man über eine Eisenleiter (Schwindelfreiheit ist hier angesagt) erreicht. Eine nennenswerte Aussicht haben wir nur vom unteren Teil der Burg (auf das Forsthaus Haberacker, den Spillberg und den Hirschberg. Die Burganlage wurde 1178 erstmals urkundlich erwähnt und 1632 durch die Schweden zerstört.

    Wir gehen weiter auf den 584 Meter hoch gelegenen Schlossberg. Der blaue Balken führt uns durch eine Mondlandschaft auf dem Grat des Berges. Vermutlich von Borken zerstörte Wälder erlauben immer wieder fantastische Aussichten auf das lothringische Plateau. Viele freistehende Felsformationen säumen den Weg - der sich gut begehen lässt. Am Ende des Schlossberges geht es einige Höhenmeter bergab in einen Sattel. Gegenüber des Schlossberges steigen wir auf den Wüstenberg, nicht aber ohne den vor gelagerten Krappenfels mitzunehmen. Blickfang ist auch hier Dabo sowie viele der zuvor erwähnten Orte. Dies gilt auch für das Gipfelplateau des 526 Meter hohen Wüstenberges. Diesen haben wir nach insgesamt 4,25 Stunden Wanderzeit erreicht. Auf dem Gipfel befindet sich eine Heidenmauer keltischen Ursprungs. Ebenso ein Fels namens Druidenstein der an eine Opferschale erinnert (und sicher auch zu rituellen Zwecken einst genutzt wurde).

    Nun beginnt langsam aber sicher der Weg zurück zum Ausgangspunkt. Erscheinen die Burgen des gegenüberliegenden Brotschberges zum Greifen nah, so müssen wir doch erst 300 Höhenmeter talabwärts laufen - um diese anschließend wieder zu fast komplett zu erklimmen. Viele erwähnenswerte Punkte laufen wir nun nicht mehr an. Es wird ruhiger - und das ist die versöhnliche Komponente die man den Mühen gerne entgegenstellt. Mit dem blauen Balken geht es auf einem steilen Pfad bergab durch einen dichten Nadelwald. Der Weg scheint sich erst von unserem Zielort zu entfernen. Nach etwa 500 Metern geht es dann aber zielstrebig gen Norden ins Kaltenthal.

    Der blau-weiß-blaue Balken gesellt sich bald ebenfalls zu uns und begleitet uns bis zur Talsohle. Dort angelangt überqueren wir den kleinen Bach und wandern auf einem breiten Waldweg weiter flussabwärts. In der Höhe eines Parkplatzes gehen wir rechterhand bergauf auf einem mäßigen Waldweg. Den blauen Balken lassen wir links liegen und konzentrieren uns nur noch auf den blau-weiß-blauen Balken. Dieser führt uns an eine Wegkreuzung an einer Lichtung. Dort treffen wir auf das blaue Kreuz welchem wir nun Richtung -Château du Haut-Barr- folgen. Der Weg bleibt zwar breit, die Steigung lässt aber nach. Wir wandern nun eine kleine Omegaschleife, stoßen aber so auf den Wanderweg mit dem roten Dreieck.

    Nun halten wir uns rechts und wandern mit dem roten Dreieck zum Parkplatz am Château du Haut-Barr. Der Weg ist mäßig Steil und schmal. Wir queren zweimal die Waldstraße und erreichen nach insgesamt 6,0 Stunden Wanderzeit unseren Ausgangspunkt. Lohnenswert ist nun die abermalige Aussicht von der Burgruine nach Osten, da man nachmittags und früh abends die Sonne im Rücken hat (und diese nicht blendet).

    Höhenprofil

    Tourskizze

    ?Parkplatz Château du Haut-Barr  Château du Haut-Barr  Grand Geroldseck  Petit Geroldseck  Parkplatz Hexentisch (la table de sorcières)  Brotschberg  Brotschbergturm  Rocher du Brotsch  Grotte du Brotsch  Forsthaus Schaeferplatz  Hirschberg  Forsthaus Haberacker  Spillberg  Spill  Geissfels  Forsthaus Haberacker  Burgruine Ochsenstein (unten)  Burgruine Ochsenstein (oben)  Schlossberg  Krappenfels  Wüstenberg (Heidenmauer)  Druidenstein (Pierre des Druides)  Kaltenthal  Baerenbachtal

    Fehler/Ergänzung