Von Schopp nach Kaiserslautern

Wanderkarten

Finsterbrunnertal -> Finsterbrunnertal Wandern in der Pfalz
Finsterbrunnertal -> Finsterbrunnertal Wandern in der Pfalz
Karlstal -> Karlstal Wandern in der Pfalz
Karlstal -> Karlstal Wandern in der Pfalz
Karlstal -> Karlstal Wandern in der Pfalz
Trippstadt ->  Wandern in der Pfalz
Humbergturm -> Humbergturm Wandern in der Pfalz
Humbergturm -> Kaiserslautern Wandern in der Pfalz
Humbergturm -> Kaiserslautern Wandern in der Pfalz

Beschreibung


Eine kleine Winterwanderung für uns aber zu jeder Jahreszeit lohnenswert… Ein kleiner Abstecher ins Karlstal verbunden mit der unglaublichen Aussicht vom Humbergturm. >Ø<

Allerdings müssen wir für diese lohnenswerte und über viele Strecken einsame Wanderung zuerst den infernalischen Lärm der Bundesstraße 270 über uns ergehen lassen. Wir wandern am Bahnhof in Schopp nach Norden mit dem Naturfreundewanderweg (NFW), queren am Ende der Bahnhofstraße die B 270 und wandern wieder weiter mit dem NFW rechterhand der Bundesstraße (und der Bahnlinie). Nach ca. 1,5 km haben wir es dann aber geschafft: die Bundesstraße lassen wir links liegen und wandern rechterhand in das Hammertal. Schnell reduziert sich der Lärm deutlich obwohl es hier einst sehr laut gewesen sein muss: Das Hammertal (sowie das Karlstal) war(en) bis ins 19. Jahrhundert bekannt für seine (ihre) Eisenverhüttung und –bearbeitung. Darauf deuten auch die Namen „Oberhammer“, „Mittelhammer“ und „Unterhammer“, Quasimühlen wobei die Fließgeschwindigkeit der Moosalbe zur Energiegewinnung benutzt wurde. Neben dem NFW begleitet uns nun auch das rote Kreuz (sowie drei Markierungen des Westpfalz-Wanderwegs (verschiedenfarbene „W“s) welche wir aber nicht weiter verfolgen da diese Markierungen wohl im Laufe der nächsten Jahre verschwinden werden - der Westpfalz Wanderweg ist für die bis zu diesem Zeitpunkt tragenden Kommunen der Westpfalz wirtschaftlich nicht mehr tragbar!). Das Tal ist verhältnismäßig weit und wir wandern am südlichen Waldrand gemütlich auf einem teilweise befestigten Waldweg bis wir nach ca. 40 Minuten Gesamtwanderzeit das Naturfreundehaus Finsterbrunnertal erreichen. >Ø<

Das Naturfreundehaus liegt im Finsterbrunnertal, einem kleinen Seitental des Hammertals. Das Haus selbst wirkt etwas befremdlich, 3 Stockwerke, weiß verputzt aber wenn man sich die Geschichte des NFHs betrachtet verwundert das kaum: war es doch zuerst ein Naturfreundeheim, anschließend ein SA- Quartier, am Ende des Weltkrieges die Säuglingsstation des Kaiserslauterer Krankenhauses um kurze Zeit darauf ein Altenheim zu werden. Irgendwann war die Odyssee vorüber und das Wanderheim wurde seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgegeben. >Ø<

Wir lassen das Waldhaus links liegen und wandern mit einer Vielzahl an Markierung weiter nach Osten zum Karlstal. Das Tal wird im Laufe der Zeit immer enger, wir kommen der Moosalbe manchmal ganz nahe. Der Weg wechselt nach wenigen Minuten in einen wunderschönen Pfad - das Wandern macht hier richtig Spaß. Wir erreichen nach 1 ¼ Stunden die Klug’sche Mühle (auch Wilensteiner Mühle genannt - nach der gleichnamigen Burg die oberhalb der Klug’schen Mühle thront. >Ø<

Nun wird es spannend denn das Karlstal kann man hier förmlich spüren: wir wandern südlich des Stauweihers auf einem Kopfsteinpflasterweg weiter. Bald darauf geht der Weg in einen schmalen Pfad über: es geht einige Schritte bergauf, anschließend wieder bergab. Nun sind wir im Karlstal. Hier ist es immer feucht und klamm: das ist im Sommer sehr angenehm, im Winter ist es hier unter Umständen noch kälter als in anderen Tälern. Ein lichter Laubwald bildet das Dach der Karlstal-Schlucht, die felsenreichen Steilhänge die Wände. Dieses durchaus angenehm beklemmende Gefühl wird durch die zahlreichen Kaskaden der Moosalbe untermalt. Die Erbauer des durchführenden Wanderweges wussten schon damals diese Schönheit durch zahlreiche Brücken und Stege zusätzlich zu akzentuieren. Auf halber Strecke des ca. 1 km langen Kerns des Karlstals wurde eine kleine Schutzhütte im Stile eines Pavillons errichtet. Wenn man sich alleine im Karlstal befindet (was allerdings nur selten der Fall ist) ist die Rast hier nur zu empfehlen. >Ø<

Nach insgesamt 1 ¾ Stunden Wanderzeit haben wir das Ende des Karlstals erreicht. Am Parkplatz Oberhammer wandern wir auf der Straße etwa 200 Meter weiter nach Osten. In Höhe des kleinen Weihers verlässt uns unser bisheriger Begleiter - das rote Kreuz gen Johanniskreuz. Wir wandern mit dem roten Balken scharf links abbiegend den Berg hoch nach Trippstadt. Der Weg ist nicht wesentlich steiler als der Wanderweg im Karlstal, zugegeben ist er aber doppelt so anstrengend denn es fehlt vorübergehend die Muse. >Ø<

Das sich von Südwest nach Nordost streckende Dorf Trippstadt durchwandern wir schnell (auch wenn wir dafür gut eine halbe Stunde benötigen). Der rote Balken begleitet uns mitten durch das Dorf, wenig lohnend, dafür aber relativ ruhig. Inmitten des Orts ist linkerhand das 1767 errichtete Trippstadter Schloss einen Abstecher wert (zumindest zum Betrachten, denn es beherbergt den Dienstsitz der Forstlichen Versuchsanstalt des Landes Rheinland-Pfalz). >Ø<

Nach insgesamt 2,5 Stunden Wanderzeit verlassen wir die Zivilisation im Norden von Trippstadt und wanden mit dem roten Balken in den Wald zurück. Nun wird es für lange Zeit sehr einsam. Anfangs auf einem Pfad, später oft auf breiten Waldwegen geht es kontinuierlich bergab ins Hirschsprungtal. Spannend ist dieser Abschnitt der Wanderung sicherlich nicht, allerdings kann man die Seele hier richtig baumeln lassen. Im Hirschsprungtal angelangt knickt der bisher führende Wanderweg nach Nordwest ab. Wir wandern etwa 5 Minuten parallel zur Landstraße auf einem mäßigen Waldweg. Dann führt der Weg rechts den Hand hoch, wir queren die Landstraße und wandern auf der gegenüberliegenden Seite in nordöstlicher Richtung weiter. Den Aschbacherhof lassen wir linkerhand liegen. Nach weiteren 10 Minuten stoßen wir auf den Wanderweg mit der Markierung „blaues Kreuz“ welchem wir gemeinsam mit dem roten Balken nach Norden Richtung Kaiserslautern folgen. Wir stoßen abermals auf eine Landstraße und folgend dieser (und den genannten Wandermarkierungen) zum Weiherfelderhof. Diesen erreichen wir nach insgesamt 3 ¼ Stunden Wanderzeit. >Ø<

Nun geht es langsam aber sicher bergauf zum Humberg. Viele Wege führen dorthin, wir halten uns nur anfangs an die Markierungen roter Balken und blaues Kreuz. Diese gabeln sich etwa 200 Meter nach dem Weiherfelderhof. In Höhe dieser Spange zweigt rechterhand ein schöner Wanderpfad ab. Dieser ist mit der „2“ versehen und führt uns zielstrebig bergauf. Die Steigung ist angenehm und der Untergrund des Pfades sehr weich. Das Turmsymbol zeigt dem Wanderer zusätzlich dass er sich auf dem richtigen Weg befindet. Wo der Pfad wieder abflacht treffen wir auf einen befestigten Waldweg. Nun wandern wir mit dem gelben W (welches hoffentlich noch existiert) und der „2“ (die wird es aber sich noch geben) weiter auf dem Bergrücken des Humbergs und erreichen nach insgesamt 3 ¾ Stunden Wanderzeit den Humbergturm. 163 Stufen müssen nun noch überwunden werden und dann ist das Panorama perfekt: vor uns erstreckt sich von Ost nach West Kaiserslautern, wir erkennen das Fußballstadion auf dem Betzenberg. Der gesamte Landstuhler-Bruch liegt hier zu unseren Füßen. An guten Tagen erkennt man in nordwestlicher Richtung den südlichen Teil des Hunsrücks und davor den Potzberg. In nordöstlicher Richtung ist der Donnersberg zum Greifen nah. Auch nach Süden und Osten hin ist der Blick überwältigend. Der Pfälzerwald grüßt mit seinen höchsten Gipfeln. >Ø<

Langsam aber sicher geht unsere Wanderung dem Ende zu. Mit dem gelben „W“ geht es nun in Richtung Kaiserslautern. Wir wandern dabei zuerst nach Nordosten. Nach 500 Metern beschreibt der Weg einen markanten Linksknick. Nun geht es nach Nordwesten auf einem Pfad ins Biertal. Dort wo wir auf einen befestigten Waldweg treffen lohnt ein genauer Blick: parallel zu diesem Waldweg geht ein kleiner Pfad weiter bergab (welcher dann auch tatsächlich mit dem „W“ markiert. Ist). Dieser lässt sich wesentlich besser begehen. Wir stoßen in Höhe des Schulzentrums wieder auf die Zivilisation und verlassen nun den Wald (naja, fast: Ein paar Bäume gibt es ncoh auf dem Weg zum Bahnhof!). Dem Pfälzer Fufballfan ist dieser Teil der Wanderung wohl bekannt, fahren doch alle P+R- Busse nach den Spielen des 1. FCK von hier ab. Dem Fußballlaien hilft der Blick auf die Straßennamen (denn in der Zivilisation sind Wandermarkierung nur zu leicht zu übersehen): wir wandern über die Bremerstraße nach Norden. Am Ende der Bremerstraße stoßen wir auf einen markanten Kreisel, erspähen wir doch acht Fußballer in verschiedenen Trikots (anlässlich der WM 2006 errichtet und Synonym für die acht verschiedenen Nationalmannschaften die 2006 auf dem Betzenberg Ihre Spiele bestritten). >Ø<

Im Kreisel halten wir uns links (Zollamtsstraße) und erreichen nach 4,5 Stunden Wanderzeit den Bahnhof in Kaiserslautern als Endpunkt unserer heutigen Wanderung. >Ø<

Höhenprofil

Tourskizze

Schopp Bahnhof Schopp Hammertal Finsterbrunnertal Naturfreundehaus Finsterbrunnertal Klug'sche Mühle Karlstal Trippstadt Trippstadter Schloss Wanderheim Faselstall Hirschsprungtal Aschbacherhof Weiherfelderhof Humberg Biertal Humbergturm Kaiserslautern Kaiserslautern Hbf

Anschlusstouren

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