Auf die Rietburg und Friedensdenkmal

Wanderkarten

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Beschreibung


Anmerkung: Die Wanderung führt über weite Teile auf geteerten / betonierten Wegen. Ihre Gelenke sollten also „intakt“ sein! Unsere Tour beginnt am Bahnhof in Edenkoben. Von hier wandern wir anfangs ohne Markierung nach Westen Richtung Haardt. Vorm Bahnhof folgen wir für ca. 100m der ehemaligen Bundesstraße rechterhand und queren diese an der Fußgängerampel. Nun biegen wir in die Bahnhofsstraße ein der wir für ca. 1,5 km folgen. Der Gehweg ist schmal, aber die stets leicht ansteigende Bahnhofstraße wird zu ihrem Ende hin immer ansehnlicher. An der Kreuzung Tanzstraße / Edesheimer-Straße treffen wir nun auf unsere Wandermarkierung, das rote Kreuz. Wir gehen sinngemäß geradeaus weiter in die Rhodter-Straße und folgen dieser bis zum Ortsausgang. Durch den dortigen Kreisel stoßen wir gerade hindurch und wandern auf dem Bürgersteig weiter Richtung Westen. Unser erstes Ziel, dass Schloss Villa Ludwigshöhe ist nun ausgeschildert und der zuweilen starke Verkehr weißt auf die touristische Erschlossenheit hin. Der Bürgersteig lässt sich zum Beginn der Tour sehr gut begehen. So können wir uns an der guten Aussicht auf die Höhen der Haardt erfreuen. Alles was Rang und Namen hat ist von hier zu erkennen: u.a. die Rietburg, die Kalmit und das Hambacher Schloss. Etwa in Höhe der Edenkobener Tennisplätze (ausgeschildert) erreichen wir den Waldrand. An der Straßenkreuzung (links geht’s nach Rhodt und geradeaus zur Ludwigshöhe) queren wir die Straße und wandern mit dem Weinstraßenwanderweg (Traube) weiter. Wir gehen in den Kastanienwald und spurten bergauf, queren neuerlich die Landstraße in Höhe der Sportschule und folgen intuitiv dieser bis wir zum Schloss gelangen. Bis hierher sind wir nicht ganz eine Stunde unterwegs.

Das Schloss Villa Ludwigshöhe ist symmetrisch aufgebaut und somit dem Klassizismus zuzuordnen. Tatsächlich errichtet wurde es 1852 und diente dem Bayrischen König Ludwig I. als Sommerresidenz. Das Schloss selbst ist sehr sehenswert, kann aber nur im Zuge einer Führung besichtigt werden. Sehenswert ist u.a. die Schlossküche, aber auch die Dauerausstellung der Gemälde des (halb-) pfälzischen Impressionisten Max Slevogt. Die Aussicht auf „die schönste Quadratmeile des einstigen Königsreichs“ ist wunderbar, es geht aber noch besser; und um dies zu erleben müssen wir nun einige Höhenmeter überwinden. >Ø<

Hinter dem Schloss Villa Ludwigshöhe befindet sich die Talstation der Rietburgbahn. Wenn Sie sich für den bequemen Weg entscheiden, können Sie nun gemächlich mit der Seilbahn die 220 Höhenmeter überwinden. Oder sie schrauben sich, so wie wir in den Berg. Das dauert zwar 4x länger als mit der Bahn, aber die Rast und die Aussicht haben wir uns dann so richtig verdient. Der Weg zur Rietburg ist an einigen Stellen ziemlich steil, an anderen ist der Weg ein wenig „weggespült“ aber alles in allem erfordert er nur Kondition. In Serpentinen folgen wir dem blau-gelben Balken und unterqueren mehrmals die Seilbahn. Etwa in der Hälfte des Aufstieges erreichen wir einen Aussichtpavillon, den „Schönen Punkt“. Dieser wurde ebenfalls während der Regentschaft König Ludwigs errichtet und ist über einen kleinen Steg zu erreichen. Die Aussicht auf die Wingerte und die Rheinebene ist gut, aber wie bereits erwähnt: es geht noch besser: also nichts wie weiter. Gegen Ende des Aufstiegs scheint sich der Wanderweg kurz von der Burg zu entfernen. Aber wenn wir uns weiter am blau-gelben Balken orientieren erreichen wir die Burg dann doch nach etwa 1 ½ Stunden Gehzeit.

Der ruhesuchende Wanderer muss sich hier die Ohren zuhalten um die Aussicht zu genießen, aber man kommt nicht umhin den Blick schweifen zu lassen: Wir erkennen an klaren Tagen am Horizont deutlich den Odenwald und die hohen Gipfel des Nordschwarzwaldes. Vor uns liegt das malerische Rhodt und Edenkoben. Viele weitere Punkte sind von hier auszumachen, aber es würde den Rahmen dieser Tourbeschreibung sprengen diese alle zu benennen. Die Rietburg selbst wurde um 1200 errichtet und war anschließend Reichsburg der Herren von Riet. Im dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört (aber glücklicherweise wurden die Steine der Burg zum Häuslebau nicht komplett abgetragen, ein Verdienst der exponierten geographischen Lage ). Wer kein Proviant im Rucksack hat kann sich in der Gaststätte der Burg übrigens bestens stärken. >Ø<

Uns zieht es nun nach der schönen Rast auf den Blättersberg an dessen südlichem Rand sich der Ludwigsturm befindet. Dabei wandern wir hinter der Rietburg den breiten, geschotterten Waldweg mit der Markierung blau-gelber Balken Richtung Süden. Es geht ständig leicht bergauf, anstrengend ist dieser Teil der Wanderung aber nicht. Nach 1,5 km Schotterweg hat der Wandergott mit uns ein Einsehen und beschenkt uns auf den letzten Metern zum Ludwigsturm mit einem wunderbaren Pfad. Nach insgesamt 2 Stunden Wanderzeit haben wir den Ludwigsturm erreicht. 75 Stufen müssen überwunden werden um das Gipfelplateau des Buntsandsteinturms zu erreichen. Die Aussicht nach Westen ist wunderbar, wir erkennen den Kesselberg, den Trifels und zahlreiche andere Gipfel des Pfälzer Waldes. Wer eine Aussicht in die Rheinebene erwartet wird indes enttäuscht.

Der 1889 errichtete Turm liegt inmitten einer großen Wiese. Dort gibt es mehrere Sitzgelegenheiten und eine Schutzhütte. Ein sehr einladender Platz, aber mit diesem Wissen sind wir leider nicht alleine, also gehen wir weiter. Wir folgen dem blau-gelben Balken nach Nordwesten über einen herrlichen Wanderweg, auch Candiduspfad genannt. Dieser führt uns leicht bergab zum Kohlplatz unserem nächsten Wanderziel. Auf dem Candiduspfad ist immer eine Menge los, aber glücklicherweise laufen wir in dieser Richtung mit den meisten Wanderern, so dass man nicht ständig ausweichen muss. Den Kohlplatz haben wir nach insgesamt 2 ½ Stunden Wanderzeit erreicht. An dieser Stelle stand einst ein Kohlenmeiler weswegen der Platz heute so getauft ist.

Nach kurzer Rast gehen wir nun mit dem blau-weißen Balken und dem Naturfreundewanderweg rechterhand bergab ins Edenkobener Tal (nicht dem Weg zur „Nellohütte“ folgen). Der Weg ist breit und steil, nicht sonderlich einladend, aber unterwegs können wir etwas für unsere Bildung tun und uns an den Informationstafeln des Waldlehrpfades erfreuen. Nach weiteren 20 Minuten haben wir das Edenkobener Tal erreicht. Wir stoßen auf ein kleines Sträßlein (welches Edenkoben mit dem Forsthaus Heldenstein verbindet) und können auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Rast in der Hütte am Hüttenbrunnen (PWV OV Edenkoben) einlegen.

Im Anschluss daran queren wir das Sträßchen abermals und folgen der roten Scheibe und dem roten Kreuz talwärts Richtung Edenkoben. Der Wanderweg quert hin und wieder den kleinen Bach. Informationstafeln geben Auskunft zu Wald und Wasser. Ruhe und Abgeschiedenheit darf man in diesem Teil des Edenkobener Tals aber nicht erwarten. Nach ca. 1 km verlassen wir aber das Edenkobener Tal und steigen mit der roten Scheibe linkerhand bergauf. Wir überqueren neuerlich die Straße und wandern auf der gegenüberliegenden Seite auf einem breiten Forstweg zum Friedensdenkmal, unserem nächsten Ziel. Der Weg lässt sich zwar gut begehen, ist er doch meist leicht ansteigend. Doch wandern wir am Südosthang des Schraußenberges für 3,5 km sehr monoton und ohne besondere Highlights. Wenigstens ist es hier sehr ruhig und wir können dieses Zwischenstück nutzen um mit uns „ins Reine zu kommen“. Der letzte Kilometer zum Friedensdenkmal begleitet uns allerdings nicht mehr die rote Scheibe. Wir folgen den örtlichen Markierung „1“, „2“, und „3“ (Weg zweigt rechts ab). Das Friedensdenkmal und die davor befindliche Gaststätte haben wir nach ca. 3 ½ Stunden Wanderzeit erreicht.

Das Friedensdenkmal steht auf dem Gipfel des 349 Meter Hohen Werderberges. Es wurde 1889 errichtet, zu jener Zeit freilich unter dem Namen Siegesdenkmal. Es erinnerte einst an den deutsch-französischen Krieg in den Jahren 1870/71. Ursprünglich war an dieser Stelle ein Wachturm mit welchem Lichtzeichen aus dem entfernten Straßburg gesehen werden konnten. Der Name Friedensdenkmal wurde dieser Stätte im Zuge der 1200- Jahr- Feier von Edenkoben (1969) zuteil. Das Friedendenkmal fungiert auch als Aussichtsplattform. Da der umliegende Wald vor kurzem freigeschnitten wurde, hat man von hier eine schöne Aussicht ins Rheintal. Wir folgen nun der Beschilderung nach Edenkoben. Ein Pfad führt hinter dem Friedendenkmal steil bergab an den Fuß des Werderberges. Wir durchstoßen ein kleines Stück Wald. Danach erreichen wir eine lohnenswerte Schutzhütte. Von hier haben wir nochmals einen wunderschönen Blick auf Edenkoben. >Ø<

Wir folgen nun dem Weinstraßenwanderwanderweg in südlicher Richtung. Es geht auf einem befestigten Weg steil bergab. Wir überqueren nach ca. 200 Meter eine Straße und wandern auf der gegenüberliegenden Seite weiter bis wir die Talsohle erreichen. In der Talsohle halten wir uns links und wandern auf einem breiten, geteerten Weg am Triefenbach entlang nach Edenkoben. Auf diesem Abschnitt der Wanderung ist ein Weinlehrpfad untergebracht so dass wir diesen für die Füße anstrengenden Teil etwas auflockern können. Nach 2 km Teerstraße gelangen wir nach Edenkoben zurück. Der Bahnhof ist nun einfach und über viele Wege zu finden. Wir haben uns heute dazu entschieden einen Abstecher durch die Innenstadt von Edenkoben zu machen. Vom Weinlehrpfad kommend stoßen wir auf den Fritz-Claus-Weg dem wir linkerhand kurz folgen. Über den Landauer-Weg gelangen wir anschließend in die Poststraße. Wir stoßen auf eine Vorfahrtsstraße (Radeburger-Straße), queren diese und wandern weiter bis wir die Weinstraße erreichen. Wir biegen links in die Weinstraße ein, halten uns kurz darauf rechts und wenig später wieder links. Nun geht es kurz bergauf und wir erreichen den Ludwigsplatz (Katholische Kirche). Hier halten wir uns rechts. Am Ende des Ludwigsplatzes geht es mit einem kleinen Fußweg weiter durch kleine Wingerte hindurch bergab. Wir stoßen auf einen Wohnmobilstellplatz und wandern auf einem kleinen Sträßchen weiter gen Süden. Am Ende dieser Straße stoßen wir nun wieder auf die Bahnhofstraße der wir linkerhand zum Bahnhof folgen. Nach insgesamt 4 ½ Stunden Wanderzeit haben wir den Edenkobener Bahnhof wieder erreicht.

Höhenprofil

Tourskizze

Edenkoben Bahnhof Edenkoben Ludwigshöhe Villa Schöner Punkt Rietburg Blättersberg Ludwigsturm (Blättersberg) Kohlplatz Kohlplatz Edenkobener Hütte am Hüttenbrunnen Edenkobener Tal Friedensdenkmal (Edenkoben) SH Edenkoben

Anschlusstouren

  •  Auf die Rietburg (17.0km)
  •  Über Orensfels und Rietburg (29.0km)
  •  Zum Kesselberg (26.0km)
  •  Rietburg und Hohe Loog (22.0km)
  •  Von Lambrecht nach Edenkoben (22.0km)
  •  Hambacher Schloss, Kalmit und Rietburg (29.0km)
  •  Die schlafenden Riesen (28.2km)

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