Die schlafenden Riesen

Die für den breiten Toursimus unerschlossenen 600er Hochberg und Kesselberg waren diesmal unser Ziel. Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Abstecher zum bekannten Blättersberg. Dort begegneten wir wieder der Zivilisation.

Wanderkarten

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Ludwigshöhe Villa ->  Wandern in der Pfalz
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Frauenbrunnenanlage ->  Wandern in der Pfalz
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Hochberg ->  Wandern in der Pfalz
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Blättersberg ->  Wandern in der Pfalz
Schweizer Haus ->  Wandern in der Pfalz

Beschreibung


Die Tour auf die stillen Riesen der Haardt beginnt am Bahnhof in Maikammer-Kirrweiler. Uns ereilte an diesem Tag - der Karfreitag übrigens - ein Schwall Frühlingsluft den wir bis zu diesem Tag nach langem Winter eigentlich noch nicht vernehmen durften - einfach herrlich!

Am Bahnhof gehen wir ein Stück nach Süden und gelangen so auf die Bordmühlstraße. Dort halten wir uns rechts, queren die Landstraße (Neustadt – Landau) und gelangen dadurch in die Marktstraße. Diese laufen wir wenige Meter weiter gen Westen und biegen bei der ersten Gelegenheit in die Immengartenstraße ein. Diese geht’s nun immer weiter bis wir zur Weinstraße gelangen. Dort kurz links halten und in Höhe der Mittelfeldlinie des Sportplatzes rechts in die Gartenstraße gehen. Nun ist es bald geschafft… wir können den Ort hinter uns lassen und stoßen im Bereich der Mühle (Ober Mühle / Ölmühle) auf eine Straße die wir eigentlich nur queren müssen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf einem Betonweg weiter am Kropsbach entlang. Die Auen des Bachs spenden uns neben Schatten (der zugegebener Maßen zu Beginn der Wanderschaft noch nicht notwendig ist) auch viele frühlingshafte Düfte. Nach nur wenigen Metern gehen wir über einen kleinen Steg und laufen rechts des Baches (in Gehrichtung) nach St. Martin. Dabei genießen wir die Aussicht auf die Haardt und die Weinberge.

Besonders gut erkennt man den Gipfel der Kalmit, die Hohe Loog, das Hambacher Schloss sowie das Haus am Weinberg, oberhalb von St. Martin. Zu unserer linken erkennen wir aber auch den Hochberg, die erste Bergstation unserer Wanderung. Nach etwa 40 Minuten Gesamtwanderzeit erreichen wir St. Martin. Der Ort ist wirklich sehenswert und auch wir können es nicht lassen durch den malerischen Ortskern zu schlendern (auch wenn wir solche Abstecher sonst lieber meiden). Wir queren die Landstraße von St. Martin nach Edenkoben und laufen über den Kropsbachweg bis zur Hornbrücke (so heißt die Straße), gehen dort rechts bis zur Maikammerer Straße und folgen dieser wieder nach links. Nun muss man eigentlich immer der Nase nach bergauf (Maikammerer Straße, Tanzstraße, Emserstraße). Es gesellen sich auch die ersten Wandermarkierungen hinzu wobei für uns nur der grün-weiße Balken interessant ist (Beschilderung: Rasthaus an den Fichten). Der grün weiße Balken führt letztlich über die Einlaubstraße aus dem Ort wobei die Steigung nun deutlich zunimmt. Am Ortsausgang kann man noch einmal einen schönen Blick auf St. Martin und die Rheinebene erspähen. Nun wird aus der Straße ein breiter Wirtschaftsweg über den wir an den Bellachinibrunnen gelangen.

Hinter dem Namen Bellachini verbirgt sich unseren Recherchen zufolge das Pseudonym eines deutschen Zauberers dessen Ahnen wohl mit St. Martin in Verbindung gebracht werden und dieser somit als Namensgeber für den Brunnen herhalten musste. Die Brunnenanlage erstreckt sich eigentlich über zwei Niveaus: Im Bereich des breiten Wanderwegs befindet sich ein kleiner Teich, etwa zehn Höhenmeter darüber wiederum der eigentliche Brunnen. In dessen Mitte ist eine Fontäne, so dass das Wasser annähernd fünf Meter nach oben schießt und durch die Steigerung der Luftfeuchtigkeit zu einem angenehmen Klima beiträgt. Wir gehen weiter bergauf zur Tina-Will Schutzhütte (wenig beschildert, ist aber auch nicht nötig da man die Hütte vom Brunnen aus sieht.) Von dort geht es ein paar Meter weiter nach Süden. Wir treffen an einer Felsenwand auf eine großen Schriftzug der auf die Frauenbrunnenanlage hinweist. Dies ist die nun folgende Klamm welche wir mit der „5“ durchwandern.

Zahlreiche Stege, das tosende Wasser des kleinen, steilen Bachlaufs und zahlreiche Kehren machen den Aufstieg nur halb so mühsam. Der eigentliche Frauenbrunnen ist nach ca. 10 Minuten Anstieg erreicht. Hinter dem Brunnen biegen wir noch mal nach rechts auf einen breiten Waldweg, stoßen auf einen kleinen Pfad und folgen der Beschilderung zur Wallfahrtskapelle St. Ottilia. Der Weg wechselt vom Pfad wieder auf einen breiteren Waldweg, kehrt scharf links um und führt uns an einen herrlichen Aussichtspunkt auf St. Martin. Ein Bank lädt zum Verweilen ein, allerdings geht es ca. 20 Meter weiter rechts berauf zur Wallfahrtskapelle die – passender Weise, da Karfreitag - an den Tod von Jesus Christus am Kreuz erinnert. Die Kapelle ist schön angelegt, wir aber wollen die Ruhe an diesem Ort nicht stören sondern unsere eigene Ruhe auf dem Gipfel des Hochberges finden. Wir gehen also hinter der Kirche weiter bergauf über einen schönen Pfad durch das blühende Heidekraut und stoßen auf einen breiten Forstweg.

"Wir halten uns kurz links bis wir auf einen weiteren Forstweg stoßen und gehen diesen nun steil bergauf (Markierung „1“). Der Weg ist nicht wirklich einladend, aber der Gedanke an den Gipfel treibt uns voran. Nachdem linkerhand der erste Waldweg kreuzt müssen wir noch ca. 5 Minuten auf unserem Weg bleiben. Am nächsten Forstweg biegen wir dann links ab (zur Orientierung: der Weg ist eher schlecht aber breit, es geht kurz steil bergauf; 90° zum Waldweg mit der Markierung „1“). Nach ca. 200 Metern geht es noch mal rechts ab auf einen schönen Wanderpfad der uns direkt auf den Gipfel des Hochberges führt. Dieser letzte Part ist sogar ausgeschildert (wobei die Markierungen sich sonst wirklich in Grenzen halten). Nach etwa 2 Stunden haben wir den Gipfel des Hochberges erreicht. Zum höchsten Punkt muss man eigentlich immer nur der Nase nach. Hat man ihn erreicht steht man neben einer kleinen Steinpyramide die an die Gipfeltürme der Kletterer erinnert. Wer Aussicht sucht wird hier enttäuscht, wer aber die Magie eines einsamen Platzes im Wald sucht ist hier genau richtig. Mit seinen 635m ist der Hochberg übrigens der fünfthöchste Berg der Pfalz. >Ø<

Vom Gipfel gehen wir wieder ein Stück zurück. Allerdings gehen wir nun einen sehr steilen Forstweg bergab (mehr als 100 Höhenmeter werden hier in knapp 500 Metern Länge überwunden). Uns stellt sich wirklich die Frage wer so etwas macht, aber sie blieb bisher leider unbeantwortet. Am Ende dieses Weges kommen wir wieder zurück auf einen befahrbaren Waldweg. Diesem folgen wir nach Nordwesten zur St.-Martiner- Schutzhütte (auch Hesselbach- Hütte genannt), ein feiner Rastplatz an einer großen Wegspinne gelegen. Wir gehen hier nach links mit der „3“ und dem grün- weißen Balken. Dabei laufen wir über einen schönen Pfad. Am Ende dieses Pfades kommen wir auf einen befestigten Waldweg. Den überqueren wir und folgen gegenüberliegend der Markierung „3“ die Treppen bergauf in Richtung Morschenberg. Anfangs ist der Weg richtig klasse: schmal, stetig ansteigend und im Schatten hoher Bäume gelegen kommen wir nach einigen Minuten auf einen breiten Waldweg. Wir sind nun auf der Hochebene des Morschenberges angelangt. Die „3“ wechselt nun auf einen breiten, befestigten Waldweg dem wir leider Folgen müssen, und zwar für 15 Minuten. Nicht sehr schön, aber zielführend. Nach 3 Stunden Wanderzeit erreichen wir die Lolosruhe. Historischer Ort als Grenze zwischen verschiedenen Gemarkungen (siehe Buch: Rittersteine in der Pfalz), Pass der Straße vom Edenkobener Tal zum Modenbachtal und Wanderparkplatz zugleich. Vielleicht erfahren wir irgendwann auch noch warum dieser Ort so heißt. Wir queren die Passstraße und wandern auf der gegenüberliegenden Seite mit vielen Markierungen weiter in Richtung Schänzelturm.

Diesen lassen wir aber gerne rechts liegen (da die Aussicht dort sehr mau ist) und wählen an der ersten Weggabelung den linken Weg mit den Markierung „4“ und „5“. Auf einem schönen Wanderweg kommen wir zum Benderplatz, der nach dem Gründer der Edenkobener Ortsgruppe des PWV benannt ist. Dort finden wir eine Schutzhütte, aber auch zahlreiche Wege kreuzen sich hier.

Wir gehen nun mit dem blau-gelben Balken in Richtung Kohlplatz. Der Weg ist breit und steigt stetig leicht an. Nach etwa 500 Metern gabelt sich der Weg wobei wir den linken Weg wählen (immer noch blau-gelber Balken). Nach wenigen Minuten kann man noch mal links ab (hier hat man schon die erste Möglichkeit auf den Gipfel des Kesselbergs zu gelangen) aber hier gehen wir noch nicht links ab. Wir sind geduldig und laufen noch ein bisschen weiter, bis es schon wieder fast bergab zu gehen scheint. Nun können wir noch einmal links hoch zum Gipfel des Kesselberges. Ein wunderschöner Wanderpfad (Dr. Sprater Pfad) geleitet uns zum Gipfel des Kesselberges, dem dritthöchsten Gipfel der Pfalz (661m). Bis hierher sind wir schon knapp 4 Stunden unterwes. Dort findet man zahlreiche große Felsen die mit Auswaschungen die auf die Vergangenheit eines mit Gletschern bedeckten Berges hinweisen - das ist aber lange her.

Vom Gipfel gehen wir über den Dr. Sprater- Pfad zurück zum Waldweg mit dem blau-gelben Balken. Dort angelangt gehen wir nach links zum Kohlplatz, ein feiner Rastplatz. Der Name Kohlplatz ist wohl auf einen Kohlenmeiler zurückzuführen der an dieser Stelle stand.

Von hier geht es nun bergauf zum Blättersberg (mit dem Ludwigsturm) wobei der blau-gelbe Balken unser steter Begleiter bleibt. Der Pfad - auch Candiduspfad genannt - ist ein echtes Highlight: schmal, weich, schattig, stetig ansteigend aber nicht zu steil. Nur schade dass dies so viele andere auch wissen und man sehr oft entgegen kommenden Wanderern ausweichen muss. Zwischendurch gewährt uns ein Freischnitt zudem eine wunderbare Aussicht ins Modenbachtal und eine Bank lädt zum Verweilen ein.

Nach insgesamt 5 Stunden Wanderzeit erreichen wir den Ludwigsturm, benannt nach König Ludwig dem 1. Die Aussicht gen Westen ist wunderbar aber zur Rheinebene hin ist wenig zu sehen. Vom Ludwigsturm wandern wir in südöstlicher Richtung zum Schweizer Haus (das fast schon zu gut ausgeschildert ist). Die Markierung „33“ ist unsere Orientierungshilfe wobei diese eigentlich unnötig ist. Der Weg ist an und für sich sehr steil und einige Kehren bedarf es auch. Wo der zweite Forstweg unseren Pfad quert, lohnt es sich diesem kurz bergauf zu folgen. Schon 100 Meter nach der Kreuzung eröffnet ich an einer Abflugstelle für Paragleiter ein schöner Aussichtspunkt auf Gleisweiler und Burrweiler und die dahinter liegende Rheinebene. Zurück an unserem Pfad sind es nur noch 10 Minuten zum Schweitzer Haus. Die Hütte selbst ist recht klein und die Gestalt der Hütte fällt wohl unter die Kategorie „Geschmackssache“ aber man der Blick von der Hütte auf Wheyer und die Rheinebene ist sehr schön.

Unterhalb der Hütte gelangen wir auf einen befahrbaren Waldweg. Mit dem roten Balken geht es dort in nördlicher Richtung zur Rietania- Hütte der PWV- Ortsgruppe Rhodt unter Rietburg. Die Hütte liegt recht schattig, ist aber an warmen Sommertagen sehr zu empfehlen. Wir gelangen nun au einen betonierten Fahrweg der die Orte Wheyer und Rhodt miteinander verbindet. Allerdings verlassen wir diesen nach wenigen Metern zu unserer rechten und folgen dem Rhodter Panoramaweg. Dieser zeigte sich an diesem Tag in seiner vollen Blütenpracht, allerdings sind die Ausblicke doch eher dürftig. Nach knapp 300 Metern endet dieses kurze Intermezzo und wir gelangen auf den Betonweg zurück.

Nun halten wir uns talabwärts mit dem blau-gelben Balken bis an einem Verkehrsschild der Weg zur Villa Ludwigshöhe ausgeschildert ist. Wir folgen ebenfalls diesem betonierten Weg. An dessen Ende knickt dieser links ab. Wir halten uns allerdings rechts und laufen durch die Wingerte vorbei gen Edenkoben. Wie man durch den Wingert läuft ist eigentlich egal, allerdings sollte man an einer beliebigen Stelle links abbiegen um zur Straße zu gelangen die von Edenkoben zur Villa Ludwigshöhe führt. Lohnend ist auf jeden Fall der Blick zurück den die Haardt mit Ihren Burgen und Bergen zeigt sich hier in ihrer vollen Pracht. Ist man auf der Straße angelangt kann man auf der gegenüberliegenden Seite den Weinlehrpfad in Richtung Edenkoben wählen (aber auch jenseits des Gehweges über die Wiese laufen). Wie auch immer, das rote Kreuz ist unsere Orientierungshilfe. Am Ortseingang von Edenkoben queren wir die Weinstraße und folgen dieser bis zur abknickenden Vorfahrt (Hier ist ein Schild das auf die Autobahn hinweist). Wir halten uns dort links und laufen die Einbahnstraße in entgegen gesetzter Richtung. Anschließend geht es über die Bahnhofstraße direkt zum Bahnhof (allerdings sollte man die Länge dieser Straße nicht unterschätzen!), wobei wir die Landstraße von Neustadt nach Landau noch queren müssen und uns anschließend ca. 100 rechts halten! Die Wanderung dauert insgesamt knapp 7 Stunden

Anmerkung: Ab der Rietania Hütte lohnt auch ein Abstecher nach Rhodt unter Rietburg mit der Theresienstraße. Folgt man Ortsausgangs der Beschilderung nach Edenkoben (Radweg) geht man eigentlich keinen Umweg.

Höhenprofil

Tourskizze

Maikammer Kirrweiler Maikammer St. Martin Bellachinibrunnen Tina Will Schutzhütte Frauenbrunnenanlage Wallfahrtskapelle St. Ottilia Hochberg St. Martiner Hütte Morschenberg Lolos Ruhe Lolosruhe - Fünf Steine Benderplatz Dr.- Sprater- Pfad Erbaut 1953 Kesselberg Kohlplatz Kohlplatz Blättersberg Ludwigsturm (Blättersberg) AP Gleitschirmabsprungpunkt Blättersberg Schweizer Haus Rietaniahütte Rhodter Panoramaweg Edenkoben Edenkoben Bahnhof

Anschlusstouren

  •  Auf die Rietburg (17.0km)
  •  Über Orensfels und Rietburg (29.0km)
  •  Zum Kesselberg (26.0km)
  •  Die Kalmit und das Hambacher Schloss (18.0km)
  •  Rietburg und Hohe Loog (22.0km)
  •  Auf die Kalmit über das Felsenmeer (11.0km)
  •  Von Lambrecht nach Edenkoben (22.0km)
  •  Hambacher Schloss, Kalmit und Rietburg (29.0km)
  •  Auf die Rietburg und Friedensdenkmal (20.4km)
  •  Von Annweiler nach Neustadt (33.7km)

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