Auf den Almersberg

Hoch über dem Wellbachtal thront noch in aller Stille der wuchtige Almersberg. Von seinem Gipfel aus folgen wir alten Grenzverläufen zum Sommerfels hoch über Annweiler.

Wanderkarten

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Beschreibung


Heute geht es wieder mal am Bahnhof in Rinnthal los, der uns in der Vergangenheit schon oft als Start- und Zielbahnhof gedient hat. Der Bahnhofstraße folgend überqueren wir die Queich und erreichen in Höhe der evangelischen Kirche die Hauptstraße von Rinnthal. Die imposante Kirche wurde 1834 eingeweiht und stellt auf Grund Ihrer - scheinbar etwas überdimensionierten - Größe alle anderen Bauwerke Rinnthals in den Schatten. Allerdings bietet der klassizistische Bau ein ideales Fotomotiv - wie klein doch wirkt der Wanderer wenn er sich mit einer der vier Säulen der Eingangspforte misst.

Wir folgen nun der Wandermarkierung „rote Scheibe“ (anfangs auch begleitet vom blau-weißen Balken) der Hauptstraße nach links. Es empfiehlt sich direkt den Bürgersteig auf der Kirchenseite zu verwenden da wir nach ca. 250m rechterhand in die Mühlstraße einbiegen. Wir laufen bis ans Ende dieser Straße wo der asphaltierte Weg schnell in einen Wald- und Wiesenweg wechselt. Der Lärm der nahen Bundesstraße ist nun nicht mehr zu überhören und schon bald darauf gehen wir unter der B10 hindurch und gelangen ins Wellbachtal - dem Eldorado aller Motorradfahrer (leider- sofern diese Anmerkung erlaubt ist). Unser Wanderweg geht nun mit der Bundesstraße B 48 auf Tuchfühlung, führt aber schon kurz darauf zurück in den Wald (ab dieser Stelle folgen wir nur noch der roten Scheibe).

Nun beginnt der Anstieg zum Almersberg: Leider hat uns der Wandergott nur einen breiten Forstweg hinterlassen - aber der Gedanke an lohnende Ausblicke in den Pfälzerwald lässt uns auch diese scheinbare Monotonie überwinden. Nach etwa einer Stunde Wanderzeit erreichen wir eine kleine Schutzhütte. Da der Weg nun auch etwas flacher wird können wir aber auch auf diesem kurz durchatmen bevor wir die restlichen hundert Höhenmeter des Aufstiegs angehen.

Ca. 200m nach der Schutzhütte biegen wir rechts auf einen schmalen Waldweg ein. Nun wird es noch mal steil, aber der weiche Boden des Pfades und der lichte Mischwald geben die nötige Inspiration zum durchhalten. Den ersten breiten Waldweg überqueren wir noch und bleiben weiter auf dem Wanderpfad. Den zweiten Wirtschaftsweg lohnt es sich aber nach rechts zu folgen. Über diesen Weg gelangen wir schnell auf das Gipfelplateau des Almersberges.

Hier angekommen darf man zuerst enttäuscht sein über die vorzufindende Mondlandschaft. Dabei ist der Holzabbau in diesem Bereich nicht halb so schlimm wie die Folgen desselbigen: die Wege sind in einem katastrophalen Zustand (und wo vorher kein Weg war wurde zur Holzgewinnung einfach ein Weg geschoben). Am besten konzentriert man sich hier auf die Markierung der roten Scheibe denn nur mit dieser erreichen wir den Aussichtsfels, der an der Südwest-Flanke des Berges liegt. Unser Blick schweift weit über den Wasgau und die Frankenweide. Neben dem Rehberg und dem Adelsberg im Süden wird das Panorama vom Luitpoldsturm in nordwestlicher Richtung abgerundet. An schönen Tagen reicht der Blick bis zur 30km entfernten Hackmesserseite, südlich von Pirmasens. Da im Verlauf der letzten Jahre hier eine Tischgruppe installiert wurde haben wir zudem einen idealen Rastort gefunden. Bis zum Gipfel des Almersberges ist man seit Beginn der Wanderung ca. 1 Stunde und 20 Minuten unterwegs.

Da jeder noch so schöne Moment irgendwann mal enden muss gehen wir nach einer mehr oder weniger langen Pause zurück auf den breiten Wirtschaftsweg. Allerdings nehmen wir nicht den gleichen Weg bergab sondern gehen nach rechts und bleiben somit noch auf dem Plateau des Berges. Mit etwas Glück kann man zwischen den kahlen Bäumen in der Ferne die Rheinebene erahnen. Am Ende der Gipfelebene geht der Forstweg in einen schönen Wanderpfad über und wir gelangen nun zurück in den Wald. Hier beginnt der Abstieg, vorbei an einer kleinen, dennoch geheimnisvoll anmutenden Felsformation, bis wir wieder auf den ersten breiten Wirtschaftsweg gelangen. Dort biegen wir scharf rechts ab und laufen den Weg bergab. Wenn wir den Weg nicht verlassen (auch nicht auf Markierungen achten) gelangen wir nach 10 Minuten an eine große Weggabelung. Wir laufen unseren Weg sinngemäß (nach Süden) weiter und stoßen auf einen breiten Waldweg.

Nun geht es mit dem blauen Balken weiter Richtung Südosten (Beschilderung: Holderbrunnen/ Adelsberg). Auf den nächsten 3km müssen wir uns nur auf den blauen Balken konzentrieren. Unser Wanderweg bleibt stets auf dem Niveau des Bergrückens. Breite Wege wechseln sich mit schmalen Pfaden ab, Mischwälder mit Monokulturen, Senken mit Anhöhen - kurz gefasst: langweilig sollte es uns nicht werden.

Nachdem wir etwas mehr als eine halbe Stunde so vorangekommen sind, zweigt der Wanderweg mit dem blauen Balken links ab (hier genau auf die Markierung achten). Es geht kurz bergauf, der anfänglich breite Waldweg geht nach einem markanten Linksknick in einen schmalen Wanderpfad über. Nun geht es 5 Minuten steil bergab. Richtig sind wir wenn wir den Weg von Rinnthal nach Eußerthal kreuzen (grün-blauer Balken).

Unten angelangt stoßen wir zunächst auf einen breiten Weg, können diesen aber bald darauf zugunsten eines Wanderpfades wieder verlassen. Es geht immer noch weiter mit dem blauen Balken wobei ebenfalls der weiß-blaue Balken unseren Weg in Richtung Adelsberg begleitet. Geht es anfangs nur leicht bergab und bergauf, so legt die Steigung nach einigen Minuten doch deutlich zu. Begleitet von einigen Serpentinen gelangen wir nach wenigen Minuten an eine Kreuzung: hier führt der blaue Balken (auch weiß-blauer Balken) zum Gipfel des großen Adelsberges mit Startpunkt für Paragleiter (auch ein lohnenswerter Aussichtspunkt in Richtung Rheinebene).

Wir halten uns aber an die Beschilderung zur Jung- Pfalz- Hütte die wir nach nur 2 Minuten erreichen. Bis hierher sind wir ca. 2 Stunden und 30 Minuten unterwegs. Die prächtige Jung- Pfalz- Hütte lässt eigentlich keine Wünsche für den durstigen und hungrigen Wanderer offen (es sei denn sie ist geschlossen). Gen Südwesten wurde der Wald frei geschnitten was einen tollen Ausblick auf den Wasgau ermöglicht. Die Hütte kann nur von Wanderern erreicht werden so dass keine Hüttentouristen mit Ihren Autos den Charme stören. Einziges Manko ist der rote Sandboden der den Platz um die Hütte umgibt und so die Optik ein wenig trübt.

Von der Hütte geht es nun in Richtung kleiner Adelsberg (also nicht denselben Weg zurück sondern in entgegen gesetzter Richtung).

Wir treffen auf einen breiten Waldweg und wandern diesen in Richtung Süden. Die „8“ führt nun zum Sommerfels (oder Sonnenfels) auf den Kleinen Adelsberg, wobei sich auf den letzten Metern die „7“ ebenfalls dazu gesellt. Wir wandern dabei stets auf dem Bergrücken, streifen eine Waldautobahn (diese soll wohl Paragleiter zum Startpunkt auf den großen Adelsberg bringen) und kommen an einer Schutzhütte (in Höhe des Sendemastes) vorbei. Achtung, der Sommerfels ist nicht zu verwechseln mit dem Aussichtspunkt am Gedenkstein des Pfälzerwaldvereins zum 100- jährigen Bestehen der Ortsgruppe Annweiler. Vom Sommerfels haben wir eine super Aussicht auf die Burgendreifaltigkeit, auf Annweiler, den Rehberg und bei guter Sicht auch bis zum Schwarzwald. Die stark befahrene B10 wirkt von hier wie eine Modeleisenbahn.

Von der Jung- Pfalz- Hütte zum Sommerfels sind wir ca. 20 Minuten unterwegs.

Nun gehen wir ein paar Schritte zurück, an der Schutzhütte vorbei, bis wir auf einen breiten Waldweg stoßen. Mit der 7 geht es nun bergab in Richtung Annweiler. Der Weg wechselt hierzu nach wenigen Metern in einen Wanderpfad (stark rechts). Nach wenigen weiteren Metern gabelt sich der Weg wobei wir uns links halten. Wir stoßen wieder auf einen breiten Waldweg, wandern nach links weiter bergab bis wir auf einen noch breiteren Waldweg stoßen. Dieser schwenkt kurz nach rechts und dann wieder nach links. Glücklicherweise lassen wir dieses scheußliche Stück Weg bald hinter uns und folgen dem breiten Wanderweg auf gleich bleibendem Niveau nach Nordosten (also eher der bergzugewandten Seite).

Nach 5 Minuten wandern wir scharf rechts folgend mit der 6 in Richtung Turnerheim. Wir stoßen nach wenigen Minuten auch wieder auf den blauen Balken. Am Turnerheim angelangt geht’s über den Wanderparkplatz am Sportgelände vorbei. Am Parkplatzende geht es mit dem blauen Balken (auch weiß-blauer Balken) den Hang in zahlreichen Serpentinen hinab bis wir den Bahnhof von Annweiler erspähen können. Wir queren die Bahnstrecke über eine Brücke und gehen immer der Nase nach in Richtung Bahnhof.

Ohne Rast sollte man insgesamt nicht länger als 3 Stunden und 30 Minuten unterwegs sein.

Anmerkung: >Ø<

Da uns der Zug direkt vor der Nase weggefahren ist haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, zu unserem Ausgangsbahnhof zurückzuwandern. Dies ist allerdings nur jenen zu empfehlen die auf Gedeih und Verderb nach gelaufenen Kilometern streben, denn der schnellste Weg an den Bahnhof nach Rinnthal führt eigentlich immer entlang der B10 (Queichtalradweg) und strapaziert die Gelenke durch den haarten, geteerten Boden aufs äußerste. Auf die gewanderte Tour bis zum Bahnhof Annweiler müssen so nach ca. 4 km und annähernd 50 Minuten Wanderzeit hinzuaddiert werden. Nur der kurze Abstecher in die pittoreske Innenstadt von Annweiler mit der schön angelegten Promenade an der Queich und den zahlreichen Mühlrädern sind richtig sehenswert (und ehrlich gesagt - wenn man das gesehen hat, kann man auch wieder zurück an den Bahnhof in Annweiler gehen). >Ø<

Höhenprofil

Tourskizze

Rinnthal Bahnhof Rinnthal Schutzhütte am Almersberg Almersberg Kehren-Kopf Jungpfalzhütte Schutzhütte Adelsberg Turnerheim Annweiler Annweiler Annweiler Bahnhof

Anschlusstouren

  •  Der Hühnerstein und Nachbarn (19.0km)
  •  Der Rehberg (19.0km)
  •  Trifels, Konsorten und der Wetterberg (17.0km)
  •  B10 und ihre Felsen (9.0km)
  •  Auf den Hohenberg (9.0km)
  •  Auf den Adelsberg (8.0km)
  •  Neding, Falkenburg und Almersberg (20.0km)
  •  Roedelstein Wachtfels und Trifels (22.0km)
  •  Rehberg und Trifels (19.0km)
  •  Buchholzfels, Almersberg und Wilgartisburg (24.7km)
  •  Reise zum Schicksalsberg (16.2km)

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