Von Neustadt über die Wolfsburg und Eckkopf nach Wachenheim

Tour am nördlichen Haardtrand entlang. Highlights sind das Weinbiet, der Eckkopf sowie die wenig bekannten Basaltbergwerke im Margarethental.

Wanderkarten

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Hohfels -> Hohfels Wandern in der Pfalz
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Steinerner Hirsch -> Steinerner Hirsch Wandern in der Pfalz
Weinbietturm ->  Wandern in der Pfalz
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Weinbietturm -> Hambacher Schloss (Maxburg) Wandern in der Pfalz
Weinbietturm -> Hambacher Schloss (Maxburg) Wandern in der Pfalz
Weinbietturm -> Eckkopfturm Wandern in der Pfalz
Weinbiethaus ->  Wandern in der Pfalz
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Eckkopfturm ->  Wandern in der Pfalz
Eckkopfturm ->  Wandern in der Pfalz
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AP Margarethental Weiher -> Margarethental Weiher Wandern in der Pfalz
AP Margarethental Weiher -> Margarethental Weiher Wandern in der Pfalz
AP Margarethental Weiher -> Margarethental Weiher Wandern in der Pfalz
Odinstal -> Odinstal Wandern in der Pfalz
Wachtenburg -> Wachtenburg Wandern in der Pfalz

Beschreibung


Los geht’s heute in Neustadt an der Weinstraße. Schon beim Verlassen des Hauptbahnhofes haben wir eines unserer ersten Ziele - das Weinbiet - fest im Blick. Intuitiv geht’s stets nach Norden (also Richtung Weinbiet) bis wir die B 38 (Maximilianstraße) erreichen (über Bahnhofstraße, Exterstraße, Karl-Helfferich-Sraße). Ca. 250m danach gesellen sich am sog. Strohmarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite (kleiner Parkplatz/ Treppen) die Wandermarkierungen des PWV zu unserem Weg. Eine Übersichtstafel erklärt die nähere Umgebung. Mit zahlreichen Markierungen geht es nun über viele Treppen, Treppchen und Gässchen stets bergauf (weiter gen Norden). Es wird zusehends ruhiger und gemütlicher. Hin und wieder erspähen wir auch einige Ausblicke zurück auf Neustadt. Als Markierung genügt die rote Scheibe die uns nun zielstrebig zur Burgruine Wolfsburg führt. Nachdem wir das bewohnte Gebiet verlassen haben wandern wir auf einem Beton- und Pflasterweg durch alte Weinberge zum Waldrand. Noch wenige Schritte auf hartem Stein, endlich: ein Wanderweg für Genießer: Mischwald, gut befestigter, mittelschmaler Pfad auf gleich bleibendem Niveau. Die zwei Kilometer zur Burgruine Wolfsburg vergehen wie im Flug. Die Wolfsburg ist nach ca. 50 Minuten Gehzeit erreicht.

Die Wolfsburg wurde 1255 n.Chr. als „Castrum Volsperg“ erstmals urkundlich erwähnt. Wie viele andere Burgen wurde die Wolfsburg im 30-jährigen Krieg 1633 zerstört und anschließend nicht mehr aufgebaut.1848 wehen auf der Burgruine - 16 Jahre später als auf dem Hambacher Schloss - die Schwarz- Rot- Goldenen Fahnen im Zuge der Märzrevolution. Ansonsten trat die die Burg nicht wieder in Erwähnung. Die Burgruine zählt zu einer der größten Anlagen der Pfalz. Die Aussicht beschränkt sich auf das Speyerbachtal und Neustadt. Der Berg selbst wird an dieser Stelle von einem Tunnel der Einsenbahnlinie „Kaiserslautern- Neustadt“ durchstoßen – ein schönes Photomotiv.

Nach einer kurzen Besichtigung der Anlage gehen wir nun weiter mit der roten Scheibe bergauf zum Gipfel des Weinbiets. Anfangs locken zahlreiche Felsen und Aussichtsplattformen (teilweise mit leicht maroden Schutzgeländern) zu weiteren Aussichten ins Speyerbachtal und auf Neustadt (aber auch das Rheintal ist jetzt immer besser zu erspähen). Ein wenig Trittsicherheit gehört allerdings schon dazu (besonders bei schlechtem Wetter). Der anfangs steile Pfad wird nach dem sog. Hohfels etwas flacher, der Untergrund ist weich und man kann darauf wunderbar wandern. Schnell gewinnen wir an Höhenmetern. Der blau-weiße Balken kreuzt unseren Weg und führt zum Berg Stein und zurück nach Neustadt. Wir wandern weiter bergauf mit der roten Scheibe bis wir eine erste Ebnung erreichen. Der Weg beschreib einen markanten Linksknick, wechselt vorübergehend auf einen breiten Waldweg und zweigt nach einigen Metern wieder links ab.

Auf dem Boden liegt ein regungsloses Tier - aber keine Angst: dieser Hirsch hat nie gelebt! Er wurde vom Neustadter Bildhauer Philipp Steeger in den Stein gehauen. Mit mäßiger Steigung und relativ breitem Weg geht es nun auf der Hochebene weiter Richtung Norden. Kurz bevor wir das Weinbiet erreichen müssen wir aber noch einige Höhenmeter schwer erkämpfen: wie ein Kegel erhebt sich die Spitze des Weinbiets vor uns.

Nach einer Gehzeit von 1,5 Stunden haben wir den Gipfel des Weinbiets erreicht und genießen auf dem Aussichtsturm die Aussicht bis zum 44km entfernten Königsstuhl bei Heidelberg im Osten, zum 31km entfernten Donnersberg im Norden und zum 25km entfernten Luitpoldsturm im Südwesten. Auch bis zum Schwarzwald reicht die Sicht an guten Tagen (und da wir von der Kalmit die weit entfernte Hornisgrinde erkennen konnten, kann man Sie manchmal sicher auch vom Weinbietturm aus erspähen).

Der Weinbietturm wurde bereits 1874 errichtet und zwischendurch mehrmals modifiziert. Heute ist er 22m Hoch und 100 Treppen führen zu seiner Aussichtsplattform. Der Turm ist nicht immer geöffnet (wahrscheinlich seit der Modifikation der Wetterstation Weinbiet von einer personell besetzten zu einer automatischen Station). Es ist immer gut sich nach den Öffnungszeiten des Weinbiethauses zu richten. Dort kann man sich übrigens - wenn man möchte - für den Weitermarsch etwas stärken.

Wir gehen nun weiter mit dem weiß-blauen Balken gen Norden in Richtung Silbertal. Zunächst begleiten uns dabei die rote und blaue Scheibe, diese verlassen unseren Weg aber recht schnell nach Osten Richtung Benjental (rote Scheibe) bzw. nach Westen Richtung Lindenberg (blaue Scheibe). Dafür gesellt sich zum weiß-blauen Balken schnell die „Armbanduhr“ (weißer Balken mit schwarzer Scheibe) die uns bis ins Silbertal begleitet. Wir wechseln recht schnell von der geteerten Fahrstraße auf einen breiten Waldweg. Vorbei geht es nun an einem ruhigen Rastplatz (keine Schutzhütte) stetig bergab.

Ca. 2km nach dem Weinbiet lassen wir den weiß-blauen Balken rechts liegen und folgen nur noch der Armbanduhr. Der Waldweg mündet ca. 5 Minuten später in einen breiten Wirtschaftsweg. Dieser führt eigentlich komplett ins Tal aber wir können getrost etwas ohne Markierung laufen: wo der Waldweg einen Linksknick beschreibt und rechterhand ein Strommast steht führt vor unseren Augen ein schöner Pfad gerade aus wieder in den „Wald zurück“. Anfangs geht es leicht bergauf, schnell aber fällt der Weg steil ab. Nun geht es über Stock und Stein ins Silbertal wo wir nach weiteren 10 Min wieder auf die Armbanduhr treffen (Diesen Weg zu laufen ist auf jeden Fall besser als sich über den breiten Wirtschaftsweg ins Tal zu quälen!).

Gegenüber der Stelle an welcher wir den Abstieg beendeten geht es weiter mit der Armbanduhr parallel zur Straße. Nach ca. 400m müssen wir am Ritterstein „Alte Schanze“ allerdings die Straße queren um zum Forsthaus Silbertal zu gelangen. Der Ritterstein erinnert an zahlreiche Schanzen welche die Preußen während der französischen Revolutionskriege 1794 zwischen Vorderem Langenberg, Eckkopf und Weinbiet errichten ließen. Die letzten Meter bergab zum Forsthaus Silbertal geleitet uns weiterhin die Armbanduhr. Das Forsthaus selbst haben wir nach rund 2,5 Stunden Gehzeit erreicht.

Nach diesem kurzen Talintermezzo wollen wir nun den Anstieg auf den Eckkopf in Angriff nehmen. Wir laufen 3 Minuten weiter nach Norden mit der Armbanduhr und dem blau-gelben Balken in Richtung Forsthaus Rotsteig, wechseln aber bald wieder die Straßenseite um gegenüber wieder „in den Wald einzutauchen“. Nun geht es nur noch mit dem blau-gelben Balken weiter, anfangs über einen monotonen Waldweg, nach kurzer Zeit aber wieder auf einem wunderschönen Wanderweg. Die anfangs nur leichte Steigung ist zwischendurch nicht zu verachten: alles in allem kommt man aber dennoch gut voran. Nach insgesamt 3,25 Stunden Wanderzeit erreichen wir die Schutzhütte „Am weißen Stich“.

Auf diesem Pass verlässt uns der blau-gelbe Balken (hier geht’s weiter Richtung Deidesheim über das Weinbachtal). Wir folgen aber der Beschilderung in Richtung Eckkopf (weiße Scheibe). Anfangs über einen flachen, breiten (und ätzenden) Waldweg, nach 1km aber wieder auf einem mäßig ansteigenden Waldweg. Den Eckkopfturm hat man schnell entdeckt und kann ihn nicht verfehlen. Nach insgesamt 3,5 Stunden Wanderzeit haben wir dieses Etappenziel erreicht und können uns - sofern die Hütte geöffnet hat - in dieser ausreichend stärken. Die Aussicht auf dem mehr als 20m hohen Aussichtsplateau des Eckkopfturmes ist berauschend. Alle 107 Stufen sind es Wert (ein bisschen Schwindelfrei muss man bei dieser Stahl- / Holzkonstruktion aber dennoch sein): der Blick reicht weit ins Rheintal, aber auch nach Westen und Norden sind im Pfälzerwald zahlreiche Ziele zu erkennen (Bismarckturm bei Bad Dürkheim, Vorderer Langenberg und der Donnersberg am Horizont). Nach Süden blicken wir noch einmal zurück auf das Weinbiet. Etwas näher sind der Stabenberg und der dortige, kleine Aussichtsturm zu erkennen (den man auf dieser Wanderung - sofern noch etwas Zeit übrig ist - zwischen Weinbiet und Eckkopf einbinden kann - ein Blick auf die Karte lohnt!).

Wir wandern nun mit dem weiß-blauen Balken talwärts Richtung Osten (Deidesheim). Anfangs ist der Weg steil und steinig aber recht schnell kann man ihn wieder gut begehen. Ca. 500m nach dem Eckkopf verlassen wir Markierung „weiß-blauer Balken“ und wandern mit der weißen Scheibe in Richtung Heidenlöcher und Michaelskapelle. Der Weg lässt sich gut begehen und das Heidekraut rechts und links bietet die richtige Atmosphäre für den Abstieg. Nach ca. 25 Minuten Abstieg kreuzen wir den Weg mit der Markierung „rote Scheibe“ und „weiß-roter Balken“, noch bevor wir die Heidenlöcher (einstige Fliehburgen) erreichen. Wir biegen links ab und wandern mit diesen beiden Markierungen weiter in Richtung Odinstal/ Wachtenburg (leicht bergauf).

Wo der Weg einen Wendepunkt beschreibt führt rechter Hand ein kurzer Abstecher (ca. 100m) zu einem - recht illegalen - Aussichtpunkt. Man muss schon über einen Zaun klettern um die Aussicht komplett zu genießen, aber der Blick auf die beiden Kraterseen des Margarethentals (und der Rheinebene im Hintergrund) ist wirklich super (Anmerkung: An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Sie für Ihr handeln selbst verantwortlich sind und das Betreten dieses Geländes auf Grund des steilen Abgrundes nicht ungefährlich ist! Sie müssen - um der Tour zu folgen - nicht zwangsläufig an diesem Punkt vorbei!). Die beiden 100m und 200m tiefen Kraterseen des Magarethenals entstanden durch den Abbau von Basalt (welcher Ende der 80er Jahre beendet wurde). Bis zu diesem Aussichtspunkt sind wir insgesamt 4,0 Stunden unterwegs. >Ø<

Nun geht es wieder zurück auf den Wanderweg mit der Markierung. Dieser folgen wir nach Norden weiter bergab bis wir an einer Waldkreuzung auf die Markierung „rotes Dreieck“ gelangen. Dieser (und weiterhin der roten Scheibe) folgen wir nun nach Nordosten in Richtung Wachtenburg, anfangs auf einem schönen Waldweg, nach wenigen Minuten aber auch einem nervenden Schotterweg (dafür allerdings mit schöner Aussicht durch das Odinstal in das Rheintal im Hintergrund). Nach insgesamt 4,5 Stunden haben wir die Wachtenburg erreicht. Diese wurde im 12. Jahrhundert errichtet und - wie viele Burgen - im Jahre 1689 komplett zerstört. Imposant ist immer noch die Burgmauer welche die ganze Burg komplett umgibt. Der Bergfried wurde wieder aufgebaut und kann über eine Stahl- / Holzkonstruktion bestiegen werden. Die ohnehin schon gute Aussicht auf der Burg wird vom Bergfried erst so richtig imposant: Weit geht der Blick ins Rheintal aber auch auf Wachenheim selbst könnte die Aussicht nicht besser sein. Die Wachentenburg beherbergt zudem eine Burgschenke. Dies ist der Grund warum es hier eher überlaufen ist, aber alles in allem muss man die Burg als Pfalzwanderer auf jeden Fall gesehen haben.

Nachdem wir uns den Abstecher auf die Burg gegönnt haben geht es nun mit der Markierung „rote Scheibe“ nach Wachenheim. Nachdem man den Abstieg über die Treppen beendet hat, folgt man allerdings nicht mehr der roten Scheibe, ab hier geleitet uns die Markierung „gelber Balken“ zum Ortsmittelpunkt. Von hier hält man sich an die Beschilderung zum Bahnhof der nach insgesamt 5 Stunden Gehzeit erreicht ist.

Anmerkung: Auch Wachenheim ist es Wert ihm einen längeren Besuch abzustatten. Entscheiden Sie einfach selbst und planen u.U. mehr Zeit ein. >Ø<

Höhenprofil

Tourskizze

Neustadt a.d. Weinstrasse Hbf Neustadt an der Weinstrasse Wolfsburg Hohfels Steinerner Hirsch Weinbiet Weinbietturm Weinbiethaus Alte Straße Forsthaus Silbertal Am Weißenstich Eckkopf Eckkopfturm Eckkopfhütte AP Margarethental Weiher Margarethental Weiher Odinstal Wachtenburg Burgschenke Wachtenburg Wachenheim an der Weinstrasse Wachenheim/Wstr. Bahnhof

Anschlusstouren

  •  Auf Weinbiet und Hohe Loog (19.0km)
  •  Von Johanniskreuz nach Neustadt (36.0km)
  •  Über Drachenfels und Eckkopf (25.0km)
  •  Über Weinbiet und Stabenberg (18.0km)
  •  Die Kalmit und das Hambacher Schloss (18.0km)
  •  Rietburg und Hohe Loog (22.0km)
  •  Auf die Hohe Loog (10.0km)
  •  Stabenberg und Eckkopf (14.0km)
  •  Hambacher Schloss, Kalmit und Rietburg (29.0km)
  •  Von Annweiler nach Neustadt (33.7km)
  •  auf das Weinbiet (9.6km)
  •  Hart am Haardtrand entlang (21.3km)
  •  Von Lambrecht nach Neustadt (21.1km)
  •  Die geschichtlichen Schatten der Kelten (17.6km)

Fehler/Ergänzung