Eine Ode an die Haardt

Du unterteilst von Nord nach Süd
in West und Ost die Pfalz.
Damit stehst du für Unterschied,
Kontrast und Gegensatz.

Beendest jäh das flache Land
im Norden von der Queich.
Gewährst dem Wein ein Hügelland
im südlichen Bereich.

Das Heidekraut die Gipfel schmückt
welches spät im Sommer blüht.
Wer sich in deinen Hängen bückt
im Herbst Kastanien ließt.

Auf Sommer- folgt die Winterseit',
deine Flanken so benannt.
Doch ist das in der heut' gen Zeit
den wenigsten bekannt.

Im Schatten liegt der einen Pracht,
es ist oft kühl und feucht.
Der andren oft die Sonne lacht
bis Sonnenuntergang.

Der Haardtrand warm, die Gipfel kalt,
und diesig ist das Tal.
Doch zeigt der Nebel sein' Gestalt.
ist's anders auch der Fall.

Dann zieh der Frühling auf die Berg,
es schmelzet Schnee und Eis.
Im Tal dann kaltes Wetter herrscht,
die Landschaft völlig weiß.

So einsam deine Wälder sind,
zumeist unter der Woch'.
Man schnell ein ruhiges Fleckchen findet,
dass nicht überlaufen ist.

Da wandert man gemütlich
auf weichem Untergrund.
Das man allein für sich ist,
tun leise Schritte Kund'.

Doch füllt das Wochenende,
die Parkplätz' voll und ganz.
Die Ruhe schnell beendet,
und vorbei dein' Eleganz.

Es zieht zu viele Leute,
für's Essen auf die Hütt'.
Und nicht zu unsrer Freude,
bringen die ihr Auto mit.

Die Straßen hoch zu schmal,
und die Wanderweg zu klein.
Die Autos überall:
KA-LU-MA un HD.

Die Stadtleut' zieht es oft,
auf deine Gipfel rauf.
Der erste Wald von Ost,
und da fahren alle drauf.

So wie wir dich beschrieben,
mit allem Gegensatz.
Bist du auch stets geblieben
der Pfälzer Leute Herz.

Die Aussicht oft famos,
von Burgen oder Türmen.
Von deinen moosbewachsenen Felsen,
und von deiner Berge Stirn.

Man lässt die Seele treiben,
die Haare wehen im Wind.
So möcht' man immer bleiben.
bis an sein Lebensend'.

Und zieht die Sonne gen West,
und verlässt den Horizont.
Umhüllt zu guter letzt,
die Dunkelheit das Land.

Das Rheintal hell erleucht',
wenn man sich's von hier betrachtet.
So weit das Auge reicht,
essen alle Leut' zunacht.

Auf Deutschlandkarten klein,
den meisten unbekannt.
Und trotzdem wunderschön,
der schönste Fleck im Land.