Flucht aus dem künstlichen Chaos

Betrachtet man unsere heutige Welt aus der Perspektive eines Steinzeitmenschen, so stellen sich einem doch einige Fragen bezüglich der Sinnhaftigkeit der modernen technischen Entwicklung. Wie viele philosophisch angehauchte Gesellschaftskritische Analysen beginnen mit diesem oder einem ähnlichen Denkansatz. Leider kann ich diese Meinung auch nicht annähernd vertreten. Einem Steinzeitmenschen würden sich solche Fragen nämlich niemals stellen, weil er keine Zeit zum Nachdenken hätte. Er wäre die ganze Zeit eher mit Nahrungssuche, Fortpflanzung und Verteidigung beschäftigt. Somit liegt wohl die Haupterrungenschaft aller menschlichen Entwicklung in Zeitersparnis. Man braucht weniger Zeit in Lebenserhaltene Maßnahmen zu stecken und hat daher Zeit sich um andere Dinge Gedanken zu machen. Auch wenn einem der 8-stündige Arbeitstag extrem lang erscheinen mag, so ist es noch keine 100 Jahre her, als eine freie Stunde absolutes Luxusgut war. Doch auch hierüber gibt es bereits unzählige philosophische Abwandlungen, mit deren Lorbeeren ich mich nicht schmücken möchte. Somit erfüllt dieser Text nicht nur den Zweck die Leere dieser Seite mit Buchstaben zu schmücken, sondern er stellt den Autor auch noch als äußerst bescheiden dar, was sogar zu einer humoristischen Sinngebung führt.

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