Warum überhaupt wandern?

Trotz der eindeutigen Hinweise die wir zu geben uns nicht scheuen“ sind wir ganz normale Menschen und weder Heilige noch Querulanten. Obwohl wir natürlich wie jeder andere auch versuchen uns von der großen Masse herauszuheben gelingt uns das wie den meisten nur in unserem persönlichen kleinen Rahmen. In Wahrheit ist ja eigentlich schon der Versuch anders zu sein an Sich zum scheitern verurteilt, denn will das nicht jeder und ist man damit nicht wieder Teil der Masse?

Spaß beiseite…Die wenigsten Menschen in unserem Alter gehen „wandern“. Genau genommen sind wir die einzigen die wir kennen. Das liegt wohl daran, dass wir keinen Gefallen an den typischen Aktivitäten fanden, die für junge Erwachsene in unserer Gesellschaft vorgesehen sind. Nennen wir beispielsweise einfach mal sportliche Betätigung im Verein, oder der Gang in die Diskothek. Alternativ reizten uns Kneipenbesuche und das Betrinken in angenehmer Gesellschaft. Doch selbst das begann uns irgendwann einfach zu langweilen.

B. hatte sich schon als Kind gerne mit Karten unserer Umgebung beschäftigt. Er war halt schon immer geographisch interessiert, zudem steckt in ihm ein kleiner Kachelmann ;-). Das brachte ihn auf die Idee, die eingezeichneten „Aussichtspunkte“ der Karten aufzusuchen. Zunächst nur die mit dem PKW erreichbaren, …, irgendwann jedoch war der „erste Schritt“ getan, auf welchen viele weitere folgen sollten. Durch seine, ihm eigene Art, schaffte es B. auch andere zu begeistern. Freilich wurden diese zunächst durch in Aussicht gestellten Alkoholgenuss gelockt, später aber wussten auch sie die Reize des Wanderns zu schätzen.

Das Wandern gab uns mehr als lediglich schöne Orte um sich zu betrinken. Irgendwann begann uns beispielsweise auch der sportliche Aspekt zu reizen und wir bekamen Lust uns unseren „Rausch“ zu verdienen, was den Reiz noch vergrößerte. Schließlich wanderten wir teilweise sogar ohne Alkohol (Hört hört!).

Die Möglichkeit Rausch, Sport und die Flucht aus dem Alltag gleichzeitig in einem Hobby zu verbinden war mehr als Verlockung, es war logische Konsequenz aus unseren bisherigen Lebenswegen.

Für die Idee eine Homepage aufzubauen um uns auch noch nach außen hin als die Helden zu präsentieren für die wir uns hielten war wohl der Zufall Taufpate, doch nichts desto trotz erhielten wir dadurch einen zusätzlichen Motivationsschub, der uns zu immer neuen Leistungen trieb und treibt.

Heute können wir wohl nicht mehr ohne. Schon nach wenigen Tagen fängt es wieder an zu kribbeln. Vergleichbar mit einer Sucht, die wir bei so manchem Aufstieg schon verflucht haben ;-)

Einziger Nachteil ist eigentlich der hohe Zeitaufwand. Fast jedes Mal müssen wir einen ganzen Tag dafür opfern. Das bekommen vor allem unsere Frauen/Freundinnen zu spüren. Doch können sie sich unserer Dankbarkeit sicher sein. So haben sie außerdem immer ein Druckmittel um auch ihre Interessen durchzusetzen.

Auch wenn in Zukunft durch Arbeit und Familie die Zeit zwangsläufig knapper werden wird, haben wir noch viele Pläne zu verwirklichen. Darauf freuen wir uns…

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